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Wie weit willst Du gehen?

An diesem Abend läuft auf CNN live die nächste große Lüge über die Bildschirme. Es wird Krieg geben in Syrien. Erstaunlich, dass sich der Präsident überhaupt noch bemüßigt fühlt, eine Begründung zu liefern. Glauben kann man die eh nicht mehr. Schnitt. Vögel ersticken an dem Ölfilm, der über ihre Körper geschwemmt wurde. Fische schwimmen tot im Ozean, weil es keinen Sauerstoff mehr gibt. Ein vierjähriger Junge stirbt, weil seine Mutter ihn jeden Tag badet. Das Wasser ist mit Arsen vergiftet. Die Konzerne verdienen an all dem Billiarden. Unwillkürrlich stellt sich Wut ein, Zorn und das Gefühl von Hilflosigkeit. Was, wenn es eine Möglichkeit gäbe, Gerechtigkeit herzustellen, die Bösen zu bestrafen, die Guten wachzurütteln? Eine Revolution anzetteln? Denn um nichts weniger geht es "The East". Schon zu Beginn ist diese Gruppe, die sich "The East" nennt, ein Mythos. Das Bekennervideo auf youtube will keine Zweifel lassen: Ihr da oben, wir haben genug von Euren Lügen...

Nachgeholter Anfang meiner Blogerei: Entenbrust mit Fenchel und Orangen

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Für meinen Blog gab es nicht den einen Tag, an dem ich mir überlegt habe: so jetzt mache ich auch bei diesem Internettagbuch mit. Es gab unterschiedliche Ideen, die in meinem Kopf herumschwirrten. Eine davon war das Internetprojekt von Julie Powell. Die veröffentlichte ihre täglichen Kochexperimente im Netz. Sie kochte alle 524 Rezepte aus Julia Childs Buch "Mastering the Art of French Cooking" nach und wie das so mehr oder weniger gut funktionierte. Man kann sich das in dem Film "Julie & Julia" ansehen, wenn man mag. Außerdem lieh mir Moni Donsbach ihre wunderbaren französichen Kochbücher aus. davon vielleicht später noch mehr. Hier aber erst einmal das erste Foto und Rezept für meinen Lebens.Art.Blog, das ich dann aber doch gar nicht veröffentlicht habe. Gerade aus Frankreich zurück, will ich es nun gern nachreichen.  Zutaten für 4 Personen: 1 Entenbrust 1 große Fenchelknolle 1 Orange schwarze Oliven Salz, Pfeffer, frischen Thymian, Olivenöl T...

Da liegt Musike drin...

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     Listenzeit! Mein Liebster hat uns ein Heimkino eingerichtet. Wir haben "Control" geschaut und mir kam die Idee, eine Musikfilmliste zu posten. Schließlich läuft bei mir immer irgendein Song im Hintergrund. Film und Musik, das kann ganz wunderbar zusammen gehen. Zuerst habe ich mal alle Filme, in denen Musik eine zentrale Rolle spielt, aufgeschrieben. Filme über Bands, Band-Dokus, Musicals, Filme in denen gesungen oder getanzt wird. Filme aus den 40er und 50ern, die unvergesslichen 70er, 80er und natürlich die neueren Sachen. Puh! So ungefähr 50 Filme sind es geworden. Die Musikfilme, die ich am häufigsten gesehen habe (einige kann ich mitsingen und -sprechen): 1. "The Commitments" Ich liebe diesen Film, unangefochten Platz 1. Er ist ein wahrer Zitatenschatz. Den Soundtrack kann ich auch nach 20 Jahren immer noch ohne Langeweile hoch und runter hören. Alan Parkers Geniestreich. Warum mir der Film Anfang der 90er so gefallen hat? Hmm, da i...
David Cronenberg "A History of Violence" Es gibt ein paar Regisseure, deren Filme schaue ich auf jeden Fall. Steven Soderbergh, die Coen-Brüder, David Fincher, Christopher Nolan, Buz Luhrmann, Joss Whedon und eben David Cronenberg. Was für geniale Kinoerlebnisse mir Cronenberg schon gebracht hat: Naked Lunch, Crash, eXistenZ, Eastern Promises. Immer irgendwie unheimlich, geradezu ekelig. Immer inhaltlich, stilistisch und optisch eine Herausforderung. Nach dem Kinoerlebnis muss der Kopf einfach weiterarbeiten.Wohlfühlen verboten. So auch bei "A History of Violence". Basierend auf einer Grafic Novel erzählt Cronenberg die Geschichte von Tom Stall. Der lebt in einem kleinen Kaff in Amerika. Arbeitet in einem Diner und erfreut sich an seiner dörflichen Gemeinschaft, seinen Kindern und seiner Frau. Beide lieben sich heiß und innig (sehr schön die Oralsexszene). Das ist so nett anzusehen, pure Idylle. Man weiß bei all dem schon, das kann so nicht bleiben. Er rettet beh...

Christoper Isherwood "Der Einzelgänger"

Manchmal haben Verfilmungen auch ihr Gutes. Ich wäre sonst nie und nimmer auf Christopher Isherwood gestoßen. "Der Einzelgänger" schaut mich mit dicker Hornbrille vom Cover an. Einer meiner liebsten Schauspieler gibt ihn in dem Fordfilm. Also schnell eingepackt. Noch ganz eingenommen von McDonells "Zwölf" das ich gerade gelesen habe, muss ich nur 40 Jahre zurück gehen. Isherwood berichtet über die 60er Jahre in den USA. Der Krieg ist vorbei, die Männer sind zurück. Was sollen sie nun tun, um sich zu beweisen? Häuser bauen, Bäume pflanzen, Kinder zeugen, Krieg führen...? George hat das so satt. Seit sein Liebster nicht mehr da ist, funktioniert er irgendwie. Weshalb eigentlich noch? Was kommt noch, kommt noch was? Wie lange muss er sich noch mit Kleingeist, Dummheit, Geltungssucht, Gier, Angst und Hass abgeben? Der Leser im Jahr 2011 weiß, noch lange. Doch zwischendurch darf George, wie wir auch den Hoffnungsschimmer sehen, sich glücklich und lebendig f...

Rebecca Miller "Pippa Lee"

Es gibt ein paar Stellen im Buch, die sind wirklich schön beobachtet. Dazu zähle ich die Begebenheiten aus Pippas Kindheit (die medikamentenabhängige/drogenabhängige Mutter und ihr irrsinnige Liebe zu Pippa) und aus der Ehe mit dem viel älteren Verleger. Warum der Leserin als vermeintliches Zeichen des Unwohlseins in Pippas Leben allerdings das Schlafwandeln zugemutet werden muss und warum wir über die "wilden" ersten Sexerfahrungen (Sado-lesbische Drogenerfahrungen, die problemlos nach der Begegnung mit der großen, echten Liebe hinter sich gelassen werden) lesen müssen, erschließt sich nicht. Das ist sowas von abgedroschen und langweilig, dass man versucht ist, das Buch einfach wegzulegen. Dann allerdings würde man ein paar Wendungen verpassen... also doch weiterlesen...