Sonntag, 8. Juli 2012

Jonathan Franzen "DIe Korrekturen"

Die ersten hundert Seiten nerven. Ich habe mich durchgequält. Eigentlich unklar, denn man ist gleich drin in der Geschichte einer amerikanischen Familie. Mutter, Vater, 3 Kinder. Leider ist der Vater dement und die Mutter experimentiert mit Drogen (unabsichtlich), die Kinder haben alle Problem (wer hat die nicht). Irgendwie sind sie alle damit beschäftigt irgendwas zu korregieren. Aber es will nicht gelingen, immer wieder gibt es Brüche, Verletzungen, Wunden bis zum letzten gemeinsamen Weihnachtsfest. Der Vater ist da schon so krank, dass er sich nur noch fragmentarisch an sein Leben erinnert. Alles steuert auf die vollständige Zerstörung dieser Familie zu und sie ist dann auch die letzte Korrektur. Es gibt großartige, unglaublich weise Passagen, die unsere westliche Welt erklären in aller ihrer Zerstörungswut und Verlorenheit.