Samstag, 13. Juli 2013

Game of Thrones: Winter is coming

Es ist natürlich essentiell und gar nicht anders denkbar. Ein Fan von Fantasy MUSS "Game of Thrones" sehen. Wenn man sich durch die bislang erschienen 10 Bücher gelesen hat und beseelt auf den nächsten Band wartet, bietet die HBO-Serie eine prima Überbrückung. All die Charaktere, die man sich gerade noch selbst ausgemalt hat, erwachen visuell zu neuem  Leben. Nun kann das ja durchaus eine echte Enttäuschung sein. Ist es hier aber gar nicht. Im Gegenteil. Irgendwie sah Ned Stark in meiner Phantasie sowieso schon immer genau so aus wie Sean Bean. Mit Rob, Bran und den Wölfen ist es nicht anders. Tyrion, Daenerys, Jaime... ach... bis in die Nebenrollen sehen wir wunderbare Schaupieler, die ihre Rollen ausfüllen. Hinzu kommt die wunderbare Ausstattung. Alle Sets sind auf Kino-Niveau, nie hat man das Gefühl in einer TV-Serie zu sein. Natürlich sind die Geschichten viel zu umfangreich für einen Kinofilm. Selbst in der jeweiligen Staffel können nicht alle Handlungsstränge (und es sind viele) aufgegriffen werden. Trotz der Vielfältigkeit verlieren sich die Macher nicht. Die einzelnen Geschichten sind spannend, man fiebert mit, wird immer wieder überrascht. Und sie bleiben im Plot ganz nah an den Büchern.



Auch meine Flimmerfreunde haben sich die Serie angeschaut. Was sie dazu zu sagen haben, hört Ihr hier: Flimmerfreunde besprechen Game of Thrones. Sehr schön, wie Bernd Begemann uns darüber aufklärt, wie sich aus seiner Sicht die Fantasy-Literatur in den letzten Jahren entwickelt hat. Nicht Tolkin oder Howard sind Vorbild, sondern Shakespeare. George R. R.  Martin nimmt die Rosenkriege zum Ausgangspunkt und verlegt diese nach Westeros. Hier gibt es viel über Politik und deren Mechanismen zu sehen. Ständig finden sich Bezüge zu aktuellen Geschehnissen.

Den klassischen Helden sucht man vergeblich. Keiner ist nur gut und ganz wenige nur böse. Fast wie im richtigen Leben. Für mich definitiv ein Grund, warum die Serie so glaubhaft und spannend ist.

Erfreulicher Weise hat sich der Sender HBO die Bücher vorgenommen. Damit ist gesichert, dass die Welt von Eis und Feuer nicht zensiert wird. Viel Blut, üble Foltermethoden, Dreck und Leid werden gezeigt. Das ist manchmal ganz schön ekelig. Als Ausgleich gibt es dann nackte und schöne Haut zu sehen. Frauen wie Männer dürfen sich präsentieren und tun dies auch ausgiebig. Was wir da zu sehen bekommen, hat nur selten mit Liebe zu tun. Oft aber mit dem Rausch. Irgendwie ganz realistisch. Ein weiterer Pluspunkt.


Fazit: Perfekte Serie, die nicht nur für Fantasy-Fans ein Ereignis ist, sondern für alle, die politische Intrigen, Sex und Blut in Geschichten mögen. Kann man getrost schauen, wenn man die Bücher liebt. Es wird dennoch keine Enttäuschung geben.

Meine Lieblingsgeschichte ist übrigens die jenseits der Mauer. Rob Stark in seinem schwarzen Fellmantel, Bran und Hodor auf der Flucht und das Unheil wartet, denn der Winter wird kommen. 

Und hier kann man noch mal nachlesen, wie mir die Bücher gefallen haben: Das Lied von Eis und Feuer.