Sonntag, 4. August 2013

Ausnahmsweise mal ein Krimi "Sonnensturm" von Asa Larsson

Beim besten Willen. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, warum ich dieses Buch gekauft habe. Um Krimis mache ich ja schon lange einen Bogen. Nur ganz wenige aktuelle Bücher dieses Genres haben es in mein Regal geschafft. Am wahrscheinlichsten ist, jemand hat mir "Sonnensturm" ans Herz gelegt. Einen Sturm hat das Buch in mir leider nicht entfacht.

Erzählt wird die Geschichte eines Mordes, oben im hohen Norden. Es schneit die ganze Zeit. Ebenso eisig, wie das Wetter kommt auch die ermittelnde Anwältin Rebekka daher. Dafür gibt es gute Gründe, wie man im Laufe des Krimis erfährt. Ermordet wurde ein früherer Bekannter von ihr, Viktor. Mit dessen Schwester Sanna ist Rebekka seit Kindertagen befreundet und die ruft sie zu Hilfe. Wir sind dabei, wenn Rebekka versucht den Fall zu lösen und sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen muss. Der Fall selbst spielt in einer christlichen Sekte. Angereichert wird er eher langweilig mit den erwartbaren Zutaten. Einerseits die zehn Gebote andererseits Völlerei, Ehebruch, Missbrauch etc. Hmm. Da hätte ich mich wirklich über eine neue Facette gefreut.

Gelungen sind die Schilderung der Charaktere und der verschneiten, eiskalten Umgebung. Larsson versteht es, eine gewisse Atmosphäre herbeizuschreiben. Die Geschichte kann da leider nicht mithalten.

Andere, wahrscheinlich Krimikenner, haben das nicht so gesehen. "Sonnensturm" ist der erste Roman von Asa Larsson. Der wurde gleich mit dem schwedischen Krimipreis ausgezeichnet. Er hat sich sehr gut verkauft und stand lange auf der Bestsellerliste.