Mittwoch, 6. Februar 2013

Suits - Goddamn hot!

Wenn man Grippe hat, bleibt einem nichts weiter übrig, als es drei Tage über sich ergehen zu lassen. Nebenbei kann man wahlweise ein Buch lesen oder Serien gucken. Wann hat man dazu sonst schon Zeit, eine ganze Staffel am Stück zu schauen?!

Ich habe genau das einfach gemacht. Lesen war auch viel zu anstrengend.

Es ist kein Geheimnis, ich steh auf Männer in gut sitzenden Anzügen. Insofern war es nur folgerichtig, mich mal ausgiebig der US-Serie "Suits" zu widmen. Was man da geboten bekommt, ist äußerst erfreulich. Harvey und Mike sind eigentlich immer sehr hübsch anzusehen, selbst wenn sie nur T-Shirt oder Cardigan tragen.

Davon kann man sich hier überzeugen: Suits Trailer

Es handelt sich um die... was? ... tausendste Anwaltsserie? Die braucht ja eigentlich kein Mensch. Stimmt. Die Fälle sind auch ziemlich unwichtig. Harvey Specter (schon der Name ist Programm) ist der Closer, der beste in New York. Er ist arrogant, smart, wortgewandt, erfolgreich. Und süß! Die ganze Zeit habe ich mich gefragt, woher ich das Gesicht kenne. Ein Blick ins Netz hat es mir sofort wieder in Erinnerung gerufen. Gabriel Macht spielte den nicht ganz so erfolgreichen, etwas ungepflegten, gleichwohl niedlichen Schriftsteller in "A Love Song for Bobby Long". Übrigens ein sehr anrührender und sehenswerter Film.

Harvey also stellt Mike Ross ein. Der hat ein fotografisches Gedächtnis und ist auch sonst ziemlich klug. Für den Job in einer sehr großen Anwaltskanzlei fehlt ihm aber eines, der Abschluss in Harvard. Das bleibt das Geheimnis der beiden Männer, zwischen denen sich so etwas wie eine mentorische Freundschaft entwickelt. Drum herum ergeben sich so einige Verwicklungen. Mike lernt von Harvey. Am Anfang lassen seine Anzüge noch zu wünschen übrig. Na und diese Hemden, die er manchmal trägt, sind eher putzig. Das ändert sich aber schnell. In der zweiten Staffel wiederum übernimmt Harvey etwas vom lässigen Michael-Style, oder dürfen wir das jetzt einfach nur mit ansehen???

Auch die Ladys in der Serien führen vor, wie es im Büro laufen soll. Man trägt Kleid oder Rock und auf jeden Fall, wirklich auf jeden Fall: High Heels. Weiß ja jeder, 12 Stunden am Schreibtisch sitzen, da sind hohe Absätze gar kein Problem...

Die Frauen machen ihre Sache gut, die Nebenrollen zeigen starke, selbstbewußte Frauen. Da wäre zum Beispiel die Chefin der beiden. Gespielt wird sie von Gina Torres, die in der genialen Serie "Firefly" zu sehen war. An dieser Stelle bedauere ich übrigens noch einmal, dass die schon nach der ersten Staffel zu Ende war. Die teilt aus, kann einstecken und sieht dabei immer fantastisch aus. Auch wenn Sie sich traut, manchmal etwas gewagtere Outfits zu tragen. Sie leitet schließlich die Firma, wozu soll das sonst gut sein.

Und es gibt ein Wiedersehen mit Jacinda Barret (zufällig Gabriel Machts Liebste). Die sehen wir leider viel zu selten. Ich fand sie wunderbar in "Last Kiss".Ansonsten gibt es über den Film nicht sooo viel zu sagen.

Die Serie macht mir Spaß. Warum? Weil ich nicht mit nerviger Fallaufklärungsarbeit belästigt werde (das macht Mike immer nachts mit seinem grandiosen Gedächtnis), mir nicht ewig lange Kreuzverhöre mit Tränenausbrüchen und pathetischen Reden anhören muss, weil es um die Charaktere geht, das Tempo schnell ist und alles so gut aussieht. Das ist doch ganz wohltuend nach all dem Blut und den Vampiren und dem vielen Sex in letzter Zeit...

Zu guter Letzt. Der Soundtrack ist großartig. Wie der Titeltrack Greenback Boogie von Ima Robot.