Mittwoch, 9. Januar 2013

Muriel Barberry "Die Eleganz des Igels"

Vorsicht! Dieses Buch sollten nur Party-Bluffer und altkluge Besserwisser lesen. Eine niedliche wenn auch etwas abgelutschte Geschichte (die Freundschaft zwischen der 54jährigen Renèe und der kleine Paloma und die aufkeimende Liebe zum Pensionär Kakuro Ozu) dient nur als Rahmen für die philosophischen Ergüsse der Autorin, die doch tatsächlich auch noch Philosophie studiert hat und seit einiger Zeit (oh Wunder!) in Kyoto lebt. Unerträglich! Allerdings für Schlaubi-Partys sind Sätze wie dieser sicher genau das Richtige: "Die ganze Phänomenologie fußt auf dieser Gewissheit: Unser reflexives Bewußtsein, Zeichen unserer ontologischen Würde, ist die einzige Entität in uns, die es wert ist, dass man sie erforscht, weil sie uns vor dem biologischen Determinismus rettet." Das ist nicht ironisch gemeint!!!