Montag, 7. Januar 2013

Kathryn Stockett, "The Help"



Wieder war es die Empfehlung einer Freundin, die mich zum Lesen von "The Help" brachte. Wieder bin ich froh darüber, mich auf ein Buch eingelassen zu haben.

Kathryn Stockett schreibt in ihrem Erstlingswerk über die Südstaaten der USA, genauer über das Leben in Jackson, Mississippi. Angesiedelt ist die Geschichte in den frühen 1960er Jahren. Skeeter, eine junge, ehrgeizige, weiße Frau beschließt die Geschichten der schwarzen Hausmädchen aufzuschreiben. Sie gewinnt einige "Maids", über ihr Leben in den Haushalten der weißen Gesellschaft in Jackson zu berichten. Aus diesen Erlebnissen wird ein ganzes Buch, das einschlägt wie ein Bombe.

Hat man die ersten Seiten des Buches gelesen, legt man es nicht mehr aus der Hand. Stockett stattet ihre Figuren mit viel Liebe und Feingefühl aus. Die meisten Figuren haben und gute und schlechte Seiten. Ausgenommen sind wohl nur die Haushälterin Aibileen und Miss Hilly. Aibileen bringt den Stein ins Rollen. Mutig versucht sie nach dem Tod ihres einzigen Sohnes, seinen Traum umzusetzen: ein Buch über die Geschichten der Schwarzen in Mississippi zu schreiben. Herausgefordert wird sie wiederum von Miss Hilly, der Society-Lady, die eine Initiative startet, damit jeder weiße Haushalt eine separate Toilette für die schwarzen Angestellten hat, weil diese so viele schreckliche Krankheiten übertragen würden. Bei diesen beiden Figuren geht es über das Schwarz-Weiß nicht hinaus, was aber der Geschichte durchaus angemessen ist.

Das sympathische an dem Buch sind die vielen kleinen Geschichten, über das Leben in dem es Lachen und Weinen gibt, Freude und Trauer. Weil die Figuren dadurch so lebhaft werden, fiebert man mit. Minny, Skeeter und Aibileen wachsen einem ans Herz. Ganz nebenbei lernt man auch noch ein wenig über amerikanische Geschichte. Die unfassbaren Ungerechtigkeiten, Menschen nur wegen ihrer Hautfarbe zu diskriminieren, machen wütend. Der Kampf dieser Frauen wiederum rührt einen an.

Von mir gibt es dafür ****

Und hier noch der Link zum Film für die Faulen (den habe ich aber noch nicht gesehen und kann zur Qualität nichts sagen.)

http://www.youtube.com/watch?v=UVTMkINRChk