Sonntag, 1. April 2012

Rebecca Miller "Pippa Lee"

Es gibt ein paar Stellen im Buch, die sind wirklich schön beobachtet. Dazu zähle ich die Begebenheiten aus Pippas Kindheit (die medikamentenabhängige/drogenabhängige Mutter und ihr irrsinnige Liebe zu Pippa) und aus der Ehe mit dem viel älteren Verleger. Warum der Leserin als vermeintliches Zeichen des Unwohlseins in Pippas Leben allerdings das Schlafwandeln zugemutet werden muss und warum wir über die "wilden" ersten Sexerfahrungen (Sado-lesbische Drogenerfahrungen, die problemlos nach der Begegnung mit der großen, echten Liebe hinter sich gelassen werden) lesen müssen, erschließt sich nicht. Das ist sowas von abgedroschen und langweilig, dass man versucht ist, das Buch einfach wegzulegen. Dann allerdings würde man ein paar Wendungen verpassen... also doch weiterlesen...